Stammdatenbereinigung in der Konstruktion
Kurz gesagt
Stammdatenbereinigung bedeutet, die Attribute von Teilen in CAD, PDM und PLM konsistent zu machen: einheitliche Benennungen, Wertelisten für Werkstoff und Mengeneinheit, eine Klassifizierung etwa nach DIN 4000 oder ECLASS und gefüllte Pflichtfelder. Wir legen die Regeln mit Ihren Konstrukteuren fest, korrigieren die Daten über die API des Systems und ergänzen Prüfungen beim Anlegen und bei der Freigabe.
Aktualisiert am 27. Okt. 2026
Werkstoffe stehen als S235JR, S235 und St37 nebeneinander im System, Benennungen folgen keinem gemeinsamen Muster, und die Suche nach Zylinderschrauben M8 übersieht jedes Teil ohne Klasse oder mit anderer Schreibweise. Die Bereinigung löst diese Fälle einmal auf. Verantwortliche, Wertelisten und Pflichtfelder verhindern, dass neue entstehen.
- Einstieg
- Erstgesprächkostenlos, 45 Minuten
- Abrechnung
- Tagessätze790 € Ingenieurtag · 990 € Leitungstag
- Systeme
- SolidWorks PDM, Autodesk Vault, 3DEXPERIENCE/ENOVIA
So funktioniert es
- 01
Datenbestand analysieren
Wir lesen Eigenschaften, Klassifizierungen und Dateiverknüpfungen aus PDM, PLM oder Netzlaufwerk aus, einschließlich der Dateieigenschaften von Solid-Edge- und SolidWorks-Teilen, und ermitteln Füllgrad, Schreibvarianten und Werte außerhalb jeder Werteliste.
- 02
Zielbild festlegen
Gemeinsam mit Ihren Konstrukteuren legen wir Benennungsregeln, Wertelisten für Werkstoff, Mengeneinheit und Oberfläche, Pflichtfelder je Teileart und eine Klassifizierung fest, etwa auf Basis von DIN 4000 oder ECLASS.
- 03
Korrigieren und klassifizieren
Regeln ordnen Schreibvarianten den Listenwerten zu und schlagen für jedes Teil eine Klasse aus Benennung und Eigenschaften vor; bei Freitext-Benennungen hilft KI. Konstrukteure bestätigen die Vorschläge in Prüflisten, und freigegebene Korrekturen gehen mit Protokoll über die API des Systems zurück.
- 04
Sauber halten
Pflichtattribute, Wertelisten und eine Prüfung bei der Freigabe verhindern, dass dieselben Probleme zurückkehren. Jedes Attribut bekommt einen benannten Verantwortlichen.
Was Sie bekommen
Bericht zur Datenqualität
Füllgrad je Attribut, Schreibvarianten, unklassifizierte Teile und verwaiste Dateien als Ausgangswert für spätere Messungen.
Attribut- und Klassenmodell
Benennungsregeln, Wertelisten, Pflichtfelder je Teileart und eine Klassenstruktur mit den Merkmalen, die jede Klasse trägt.
Bereinigte Daten
Vereinheitlichte Benennungen und Eigenschaften, klassifizierte Teile, gefüllte Pflichtfelder und eine dokumentierte Entscheidung für jede verwaiste Datei.
Regeln für die Datenpflege
Verantwortliche, Pflichtfelder, Wertelisten und Prüfungen beim Anlegen und bei der Freigabe, eingerichtet in Ihrem PDM oder PLM.
Grenzen
Nie gepflegte Attribute wie ein fehlender Werkstoff lassen sich nicht zuverlässig aus Dateinamen ableiten; sie kommen aus dem CAD-Modell, sofern es sie enthält, etwa der Werkstoff eines Solid-Edge- oder SolidWorks-Teils, oder werden von Hand ergänzt. DIN 4000 und ECLASS decken viele Norm- und Kaufteile ab; firmenspezifische Zeichnungsteile brauchen meist zusätzliche eigene Klassen. ECLASS ändert sich von Release zu Release, deshalb müssen das verwendete Release festgelegt und Aktualisierungen geplant werden. Zeigen vereinheitlichte Attribute zwei Nummern für dasselbe Teil, entscheidet ein Konstrukteur, und Teile zusammenzuführen, die in freigegebenen Baugruppen verbaut sind, erfordert eine Änderung über das Änderungswesen.
Systeme
- SolidWorks PDM
- Autodesk Vault
- 3DEXPERIENCE
- ENOVIA
- ERP
Häufige Fragen
Was ist Stammdatenbereinigung in der Konstruktion?
Stammdatenbereinigung in der Konstruktion ist die einmalige Korrektur der Attribute von Teilen und Dokumenten in CAD, PDM und PLM, gefolgt von Regeln, die sie korrekt halten. Sie umfasst Benennungen, Werkstoff, Mengeneinheiten, Klassifizierung, Pflichtfelder und Dateiverknüpfungen. Das Ergebnis sind Daten, in denen sich jedes Teil über seine Merkmale finden lässt und ohne Nacharbeit ins ERP gelangt.
Was ist DIN 4000, und wie werden Teile damit klassifiziert?
DIN 4000 ist eine Normenreihe für Sachmerkmal-Listen, die Gruppen gleichartiger Gegenstände wie Verbindungselemente über einen festen Satz von Merkmalen beschreiben. Teil 1 legt Begriffe und Grundsätze fest, weitere Teile definieren die Listen für einzelne Gegenstandsgruppen. In einem PDM- oder PLM-System lässt sich eine solche Liste als Klasse oder Kategorie abbilden, deren Merkmale zu Attributen werden, sodass sich Teile nach Werten wie Gewindegröße und Länge suchen und filtern lassen.
DIN 4000 oder ECLASS: Welche Klassifizierung passt zu Stammdaten in der Konstruktion?
Beide eignen sich, für verschiedene Zwecke. DIN 4000 beschreibt Gruppen gleichartiger Teile über technische Merkmale und eignet sich für Suche und Standardisierung in der Konstruktion. ECLASS ist eine branchenübergreifende Klassifizierung, gepflegt vom ECLASS e.V., mit vierstufiger Klassenhierarchie und Merkmalen auf Basis von IEC 61360; sie eignet sich für den Datenaustausch mit Lieferanten, Einkauf und ERP. Verbreitet ist eine interne Klassenstruktur für die Konstruktion mit einer Zuordnung zu ECLASS für den Austausch.
Sollten Stammdaten vor oder nach einer PDM-Migration bereinigt werden?
In den meisten Fällen vor oder während der Migration. Wer vorher bereinigt, bringt keine Schreibvarianten, ungenutzten Dateien und uneinheitlichen Eigenschaften ins neue System, und das Mapping wird einfacher. Manches geht danach leichter, etwa das Füllen von Attributen über die Wertelisten und Pflichtfelder des neuen Systems. Bewährt hat sich, vor der Migration zu entfernen und zu vereinheitlichen und danach zu klassifizieren und anzureichern.
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Im kostenlosen 45-minütigen Erstgespräch zeigen wir eine Live-Demo an vergleichbarer Geometrie. Jemand aus unserem Team antwortet Ihnen persönlich innerhalb eines Werktags.