PDM- und PLM-Konzept

Kurz gesagt

Ein PLM-Konzept beschreibt schriftlich, wie ein Unternehmen seine Produktdaten verwaltet: Objekttypen, Beziehungen zwischen Artikel, Dokument und CAD-Modell, Freigabestatus, Rollen und Rechte, Nummernkreise und Änderungsprozess. Wir erarbeiten es mit Ihrer Konstruktions-, Fertigungs- und IT-Leitung, vor oder parallel zur Auswahl von SolidWorks PDM, Autodesk Vault oder 3DEXPERIENCE.

Aktualisiert am 27. Okt. 2026

Viele PDM-Probleme haben ihre Ursache in einem unklaren Datenmodell: Zeichnungen ohne Artikel, Sachnummern, die jede Abteilung anders vergibt, Freigabestatus, die niemand durchsetzt. Das Konzept legt diese Regeln schriftlich fest, bevor jemand ein System konfiguriert.

Einstieg
Erstgesprächkostenlos, 45 Minuten
Abrechnung
Tagessätze790 € Ingenieurtag · 990 € Leitungstag
Systeme
SolidWorks PDM, Autodesk Vault, 3DEXPERIENCE/ENOVIA

So funktioniert es

  1. 01

    Ist-Stand aufnehmen

    Wir sprechen mit Konstruktion, Arbeitsvorbereitung, Einkauf und IT und sehen uns Beispielbaugruppen und Zeichnungen, etwa aus Solid Edge oder SolidWorks, sowie die heute genutzten Nummernsysteme an.

  2. 02

    Datenmodell festlegen

    Wir legen Objekttypen fest, dazu die Beziehungen zwischen Artikel, Dokument und CAD-Modell, die Pflichtattribute und die Vergabe von Sachnummern und Änderungsindizes.

  3. 03

    Lebenszyklus, Rollen und Änderungen

    Wir legen Freigabestatus und ihre Übergänge fest, wer in welchem Status auschecken, freigeben oder ändern darf und wie eine Änderung vom Antrag bis zum freigegebenen Änderungsindex läuft.

  4. 04

    Fahrplan und Systemauswahl

    Wir ordnen die Schritte zu einem Fahrplan und prüfen, wie SolidWorks PDM, Autodesk Vault oder 3DEXPERIENCE/ENOVIA das Konzept abbilden, einschließlich der Edition, die jede Anforderung braucht. Die Entscheidung treffen Sie.

Was Sie bekommen

  • Datenmodell

    Objekttypen, Beziehungen und Pflichtattribute, dokumentiert an Beispielen aus Ihren eigenen Baugruppen.

  • Lebenszyklus und Rechte

    Freigabestatus, Übergänge und eine Rollenmatrix, die festlegt, wer in welchem Status was darf.

  • Nummernsystem und Änderungsprozess

    Regeln für Sachnummern und Änderungsindizes, dazu der Änderungsprozess als Ablauf vom Antrag bis zur Freigabe.

  • Fahrplan

    Geordnete Schritte mit Abhängigkeiten, einschließlich Datenmigration und Übergabe von Artikeln und Stücklisten an das ERP, und ein Abgleich der infrage kommenden Systeme mit Ihren Anforderungen.

Grenzen

Das Konzept beschreibt, was das System leisten muss. Konfiguration und Einführung sind eigene Schritte. Regeln halten im Alltag nur, wenn Konstruktion, Fertigung und IT sie gemeinsam tragen, deshalb brauchen die Workshops Zeit aus diesen Abteilungen. Eine Systemempfehlung ist ein Abgleich mit Ihren Anforderungen; Kaufentscheidung und Lizenzverhandlung bleiben bei Ihnen.

Systeme

  • SolidWorks PDM
  • Autodesk Vault
  • 3DEXPERIENCE
  • ENOVIA

Häufige Fragen

Was gehört in ein PLM-Konzept für ein Maschinenbauunternehmen?

Ein PLM-Konzept enthält Datenmodell, Lebenszyklus und Änderungsprozess. Im Einzelnen sind das Objekttypen und die Beziehungen zwischen Artikel, Dokument und CAD-Modell, Pflichtattribute und ihre Verantwortlichen, Regeln für Sachnummern und Änderungsindizes, Freigabestatus und Übergänge, eine Rollen- und Rechtematrix, das Änderungswesen und ein Fahrplan. Die Übernahme vorhandener Daten und die Übergabe an das ERP stehen im Fahrplan meist als eigene Etappen.

Sollte das PLM-Konzept vor der Auswahl zwischen SolidWorks PDM, Autodesk Vault und 3DEXPERIENCE stehen?

Ja. Das Konzept formuliert die Anforderungen systemneutral, sodass sich SolidWorks PDM, Vault und 3DEXPERIENCE in Vorführungen und Testinstallationen an derselben Liste messen lassen. Es zeigt außerdem, welche Edition eine Anforderung braucht, etwa mehrere Workflows oder API-Zugriff, die SolidWorks PDM Professional statt PDM Standard verlangen. Ohne Konzept zeigen Vorführungen Funktionen, und die Standardeinstellungen des ersten Systems werden unbemerkt zum Datenmodell. Das Konzept bleibt gültig, wenn später das System wechselt.

Sollten Sachnummern in einem PLM-System sprechend oder fortlaufend sein?

Für PLM wird meist eine fortlaufende, nicht sprechende Sachnummer empfohlen. Bedeutung wie Produktgruppe oder Werkstoff gehört in Attribute und Klassifizierung, wo sie sich ändern kann, ohne dass das Teil eine neue Nummer braucht. Sprechende Nummern passen nicht mehr, sobald ein Teil in einer anderen Produktgruppe verwendet wird oder sich sein Werkstoff ändert. Bestehende sprechende Nummern lassen sich nach der Umstellung als suchbares Attribut erhalten.

Wovon hängt der Aufwand für ein PLM-Konzept im Maschinenbau ab?

Der Aufwand hängt von der Zahl der Standorte, CAD-Systeme und Produktvarianten ab, von den beteiligten Abteilungen und davon, ob Datenmigration und Übergabe an das ERP zum Umfang gehören. Ein Standort mit einem CAD-System braucht deutlich weniger als eine Unternehmensgruppe mit mehreren CAD-Systemen und bestehender ERP-Schnittstelle. Die meiste Zeit fließt in die Abstimmung der Regeln zwischen Konstruktion, Fertigung und IT. Das Dokument zu schreiben ist der kleinere Teil.

Sprechen Sie mit uns über Ihre Aufgabe.

Im kostenlosen 45-minütigen Erstgespräch zeigen wir eine Live-Demo an vergleichbarer Geometrie. Jemand aus unserem Team antwortet Ihnen persönlich innerhalb eines Werktags.